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Bundesprogramm Nutztierhaltung: Betriebe zum Monitoring von Kälberdaten gesucht

Totgeburten bei Kälbern besser verstehen: Im Rahmen des Projektes "Monitoring von genetischen und phänotypischen Trends (MGPT)" im Bundesprogramm Nutztierhaltung werden die Daten erstmals systematisch erfasst, um genetische und phänotypische Ursachen genauer zu analysieren. Ziel ist es, mögliche Ursachen sowie genetische Risikofaktoren zu erkennen und daraus ein Frühwarnsystem für genetische Auffälligkeiten zu entwickeln. Werden auch Sie Teil des Monitoringsprogramms, indem Sie Totgeburten erfassen und von den Informationen profitieren.

QR-Code zur Teilnahme am MGPT-Monitoring

Die Zucht von Milchrindern hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Neben technologischen Fortschritten wie der genomischen Selektion haben sich auch die Zuchtziele erweitert. Neben der Milchleistung rücken funktionale Merkmale, Tiergesundheit, Tierwohl sowie Aspekte der Ressourceneffizienz und Klimafreundlichkeit immer stärker in den Fokus. Trotz dieser Entwicklungen steht die Milchrinderzucht weiterhin unter wachsender gesellschaftlicher und politischer Beobachtung.

Um Veränderungen in den Zuchtmerkmalen verlässlich beurteilen zu können, sind Analysen genetischer und phänotypischer Trends unerlässlich. Diese zeigen langfristige Entwicklungen auf und spiegeln sowohl Zuchtentscheidungen als auch Einflüsse von Management und Umwelt wider. In Deutschland existieren bisher jedoch nur Auswertungen für Teilpopulationen. Ein umfassendes Monitoring für ganze Populationen fehlt bislang. Genau hier setzt das Gemeinschaftsprojekt „Monitoring genetischer und phänotypischer Trends“ (MGPT) an.

Im ersten Schritt liegt der Fokus des Monitorings auf den Rassen Holstein, Fleckvieh und Braunvieh. Langfristig soll das System auf weitere Rassen ausgeweitet werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf tierwohl- und umweltrelevanten Merkmalen.

Aufwandentschädigung für das Monitoring

  • Aufwand: Bearbeitung eines kurzen einmaligen Fragebogens zu Management, Gesundheitsstatus der Herde, Fütterung und Umwelt 
  • Fortlaufende Erfassung der Totgeburten, dazu werden Daten rund um Kuh und Geburt mit einer App erhoben
  • Einziehen von Genotypisierungsohrmarken und Versand der Ohrstanze 
  • Zeitaufwand: ca. 5-10 min pro Kalb 
  • Routineablauf: Totgeburt mit der App melden
    1) Meldung abschicken 2) Ohrstanze der Genotypisierungsmarke versenden, danach gewöhnlicher Ablauf zur Tierkörperbeseitigung 
  • Aufwandsentschädigung für jede erfasste Totgeburt in Höhe von 7€ pro Holstein-Kalb und 12€ pro Fleischrasse-Kreuzungskalb
  • Zusätzlich erhalten Sie einen jährlichen Projektbericht über identifizierte Ursachen und Zusammenhänge für Totgeburten 


Ihre Ansprechpersonen für die Teilnahme:
Felix Fischer Institut für Nutztiergenetik (FLI) felix.fischer@fli.de Tel.: +49 171157 3312 
Luise Völker Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) lvoelker@tierzucht.uni-kiel.de Tel.: +49 1515906 4158

Siehe auch QR-Code in der Abbildung.

Fakten zum Projekt

Laufzeit 1.10.2023 bis 31.12.2027
Fünf Teilprojekte (Siehe Projektträger BLE)
Projektbeteiligte
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V. (vit)
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Friedrich-Loeffler-Institut Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universität Hohenheim

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