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BUNTH: Methanreduzierung in der Milchproduktion durch ruminale Wasserstoffsenken (Hase)

Kann man durch Fütterung die Methanmenge von Pansenmikroben verringern? Im Bundesprogramm Nutztierhaltung startet am 1. Juli 2026 das Projekt "Methanreduzierung in der Milchproduktion durch ruminale Wasserstoffsenken (Hase)", in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Fütterungsversuche durchführen, um das genauer zu erforschen.

Im Bild ist ein Futterautomat mit Computergesteuerter Tiererkennung und Erfassung der Futtermenge über eine Waage zu sehen. Eine Kuh zieht gerade ihren Kopf zurück.

Futtertrog mit Waage und Tiererkennung. Bild: MuD Tierschutz, Dorothe Heidemann

Projektpartner: Georg-August-Universität Göttingen 

Laufzeit: 01.07.2026 - 30.06.2029

Wiederkäuer sondern das Klimagas Methan in Mengen ab, die relevant für die Klimaveränderung sind. Das Methan wird im Verdauungstrakt der Tiere durch Mikroben gebildet. Die Mikroben schließen für Mensch und Tier eigentlich nicht verwertbare pflanzliche Fasern auf und geben dabei Nährstoffe in den Organismus der Wiederkäuer ab. Ein Stoffwechselprodukt ist Methan, das aus den Tieren in die Luft abgegeben wird.

Das Verhältnis von verwertbaren Nähstoffen und ausgeschiedenem Methan wird von der Zusammensetzung der Mikroben und diese wiederum vom Futter beeinflusst, das dem Wiederkäuer zur Verfügung steht.

Das Ziel des Vorhabens ist die Identifizierung und Quantifizierung von Fütterungsfaktoren, die mit einer hohen Mikrobenbildung bzw. vor allem mit einer niedrigen Methanbildung bei der ruminalen Fermentation einhergehen.  Das bedeutet: In Fütterungsversuchen wird erfasst, welche Methanmengen bei welcher Zusammensetzung des Futters ausgeschieden werden.

Dafür sollen im Projekt für 40 Rationen von Milchkuh-Praxisbetrieben die Methanbildung der jeweiligen Rationen mit Hilfe des Hohenheimer Futterwerttest (HFT) und gängigen Schätzgleichungen beschrieben werden. Im Anschluss sollen in in vitro Versuchen (Labor) Rationsstrategien überprüft werden, die das Potenzial einer Methansenkung über vermehrte Mikrobenbildung ausloten. 

Kombinationen, die besonders erfolgsversprechend sind, werden an Tieren der institutseigenen Milchziegenherde unter Messung des Methanausstoßes bei den Tieren über ein Greenfeed-System für kleine Wiederkäuer überprüft. Die geplanten Untersuchungen im vorliegenden Projekt zielen auf Fütterungsstrategien ab, die unter geeigneter Variation von in der Milchviehfütterungspraxis gebräuchlichen Futtermitteln eine Minimierung des Treibhausgasausstoßes mit dem Fokus auf Methan erreichen.

Fördervolumen gesamt: 436.292,48 €

Ansprechperson:
Prof. Dr. Jürgen Hummel
Georg-August-Universität Göttingen

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