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BUNTH: Neues Projekt zum Erhalt bedrohter Hühnerrassen (Frosty Bird)

Wie lässt sich die genetische Vielfalt bedrohter Hühnerrassen langfristig sichern?

Das Projekt „Frosty Bird“ entwickelt Methoden zur Konservierung primordialer Keimzellen und erprobt Zuchtverfahren zur Rekonstitution dieser Nutztierrassen.

drei Hühner auf Stroh mit Wasserschale. Im Hintergrund ein weißer Holzzaun.

Mit dem Projekt “Frosty Bird” soll ein langfristiger Erhalt der genetischen Vielfalt bei landwirtschaftlichen Nutztieren ermöglicht werden. Bild: Chris Rogers, GettyImages

Laufzeit: 01.10.2026 bis 31.12.2030

Am 1. Oktober 2026 startet das Forschungsvorhaben „Frosty Bird“ am Institut für Nutztiergenetik des Friedrich-Löffler-Instituts. Ziel des Projekts ist es, Methoden zur Ex-situ-Konservierung primordialer Keimzellen (PGCs) bedrohter Hühnerrassen zu entwickeln und spezielle Zuchtverfahren zur Rekonstitution dieser Nutztierrassen zu erproben. Damit soll ein Beitrag zum langfristigen Erhalt der genetischen Vielfalt bei landwirtschaftlichen Nutztieren geleistet werden.

Im Zentrum des innovativen Ansatzes stehen primordiale Keimzellen – frühe Vorläuferzellen, die sich erst im adulten Tier zu Spermien oder Eizellen ausdifferenzieren. Durch die Gewinnung und kryokonservierende Lagerung weiblicher und männlicher PGCs lässt sich die gesamte Genetik bedrohter und lokal adaptierter Hühnerrassen, die etwa besondere Robustheit gegenüber Umwelteinflüssen aufweisen, langfristig sichern.

Ein weiteres Projektziel besteht darin, die notwendigen Voraussetzungen für die Einlagerung von Hühner-PGCs in die Deutsche Genbank für landwirtschaftliche Nutztiere zu schaffen. Dies ermöglicht künftig auch den internationalen Austausch mit PGC-Genbanken anderer Länder.

Das Vorhaben wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als Projektträger im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Rahmen des Bundesprogramms Nutztierhaltung (BUNTH) gefördert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ansprechperson:
Frau Dr. Stefanie Altgilbers

Friedrich-Loeffler-Institut
Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Institut für Nutztiergenetik
 

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