Der identifizierte Erreger ist verwandt mit dem Schmallenberg-Virus, das 2011 auftrat. Bei diesem waren hauptsächlich Schafe betroffen. Die Infektionen verursachten Fehlbildungen und Totgeburten bei Lämmern. Für das neu nachgewiesene Virus lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, ob und in welchem Umfang Infektionen tragender Tiere zu Schädigungen der Feten führen können. Aborte, Totgeburten und missgebildete Kälber oder Lämmer aus möglicherweise betroffenen Beständen sollten daher besonders aufmerksam untersucht werden.
Bei infizierten trächtigen Kühen können Totgeburten und Fehlbildungen der Kälber nicht ausgeschlossen werden. Die Gnitzensaison geht bis Ende November, so dass eine weitere Ausbreitung zu erwarten ist.
Bisher wurden Proben von vier Betrieben in Baden-Württemberg untersucht. Betroffen sind zahlreiche Betriebe und Tiere.
Zur Pressemeldung des Friedrich-Löffler-Instituts vom 3. August 2026
Steckbrief Schmallenberg-Virus
Bundesprogramm Nutztierhaltung: Projekt zur Gnitzenforschung CeratoVir

