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Projekt KryoZiege verzahnt Zucht mit Genbank

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Biologische Vielfalt entwickelt eine Einlagerungsstrategie und Nutzungskonzepte für Kryoreserven von gefährdeten Ziegenrassen.

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Bei den drei gefährdeten einheimischen Ziegenrassen - Bunte Deutsche Edelziege, Thüringer Wald Ziege und Weiße Deutsche Edelziege - sollen die genetisch und züchterisch wichtigsten Zuchtböcke identifiziert und Spermaportionen für die Deutsche Genbank eingelagert werden. Projektpartner sind die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen, GEH, und das Friedrich Loeffler-Institut, FLI. 

Die Lagerung von kryokonserviertem Samen, Eizellen und Embryonen in der Deutschen Genbank für Landwirtschaftliche Nutztiere ist ein wichtiger Baustein im Erhalt der genetischen Diversität bedrohten Nutztierrassen. Neben der Langzeitkonservierung von genetischem Material rückt mittlerweile der aktive Einsatz von Tiefgefriersperma in der Zucht gefährdeter Rassen in den Fokus. 

Ziel des Projektvorhabens ist es, die enge Verzahnung der beiden Eckpfeiler der Erhaltung von tiergenetischen Ressourcen, die In-Situ-Erhaltung und die Ex-Situ-Erhaltung, an den drei gefährdeten Ziegenrassen zu demonstrieren. Unter Berücksichtigung genomischer und züchterischer Informationen soll eine gezielte Auswahl von Böcken aus den Feldpopulationen der drei Rassen erfolgen, von denen Sperma gewonnen und in die Genbank eingelagert wird. 

Empfehlungen für den Einsatz des kryokonservierten Spermas in den Feldbeständen werden für jede Rasse erarbeitet. Es soll eine möglichst hohe genetische Diversität in der Ziegenpopulation etabliert und parallel in der Genbank abgebildet werden. 

Das Vorhaben soll damit modellhaft Wege aufzeigen, wie im Zusammenspiel zwischen der Deutschen Genbank für landwirtschaftliche Nutztiere, der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), den Zuchtverbänden und Züchtern eine effektive Erhaltungszucht unter Einbeziehung von Kryoreserven gestaltet und gleichzeitig die Deutsche Genbank weiterentwickelt werden kann. Das im Projekt erarbeitete, grundsätzliche Vorgehen kann zukünftig auf andere gefährdete Nutztierpopulationen übertragen werden.

Kontakt: Antje Feldmann, Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.

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Einheimische und gefährdete Nutztierrassen 

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