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SHIP-NEXT One Health: Tieruntersuchungen abgeschlossen

Im Verbundprojekt „Untersuchungen zu Interaktionen der zoonotischen Erregerwelt bei Mensch und Tier - SHIP-NEXT Modul One Health“ geht es um die ganzheitliche Betrachtung der Gesundheit von Menschen und ihren Tieren. Die Deutsche Welle zeigt eine Reportage zum Projekt.

Logo des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.

Der One Health-Ansatz steht für „Eine Gesundheit“ und ermöglicht umfassende Untersuchungen des Zusammenspiels der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Im Projekt des Bundesprogramms Nutztierhaltung wurden erstmalig Tierhalter und deren Tiere parallel untersucht. Mit dem Abschluss der Untersuchungen ist ein Meilenstein erreicht.  

Ziel von SHIP-NEXT One Health ist es, Häufigkeit und Risikofaktoren von Zoonosen an der Schnittstelle Privathaushalt zu erfassen und auf Basis der Erkenntnisse Haltungs- und Hygieneempfehlungen zu entwickeln. Insbesondere soll so das Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit Heim- und Nutztieren gestärkt werden – für eine gesündere Zukunft von Mensch und Tier gleichermaßen. 

Zuletzt hat die Corona-Pandemie gezeigt, dass Zoonosen – also Krankheiten, die von Tieren auf Menschen und umgekehrt übertragen werden – zu weitreichenden Problemen führen können. 

Ein Drittel aller SHIP-NEXT-teilnehmenden Personen gab an, Tiere zu halten. SHIP steht für Study of Health in Pomerania - Leben und Gesundheit in Vorpommern. Es handelt sich um die weltweit umfassendste Langzeitstudie zur Bevölkerungsforschung. SHIP-Next bezieht Tiere mit ein. Bei knapp 600 Vor-Ort-Untersuchungen konnten mehr als 1.100 Tiere untersucht werden, darunter rund 400 Hunde, 450 Katzen sowie 270 Stück Geflügel und Tauben. Alle Untersuchungen fanden direkt zu Hause bei den Studienteilnehmenden statt. Die Erhebung umfasste tiermedizinische Untersuchungen, medizinische Interview und die Dokumention von Haltung und Impfstatus. Darüber hinaus wurden Blut- und Abstrichproben entnommen und analysiert. 

Reportage zum BUNTH-Projekt

Wie eine solche Untersuchung abläuft, kann in der kürzlich veröffentlichten Reportage „Zoonosen: Kommt eine neue Pandemie aus dem Hinterhof?“ der Deutschen Welle angesehen werden. Hierfür wurde das SHIP-NEXT One Health-Team bei einer Untersuchung von einem Kamerateam begleitet. 

Die Reportage kann unter dem untenstehenden Link angesehen werden.

Deutsche Welle: Kann eine neue Pandemie aus dem Hinterhof kommen? (Video)

Die Zusammenarbeit von Universitätsmedizin Greifswald, dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI) Standort Riems und weiteren Partnern steht für eine hochqualitative Auswertung der Daten. In den noch verbleibenden Monaten des Projektes werden die erhobenen Daten ausgewertet und daraus Risikobewertungen sowie Haltungs- und Hygieneempfehlungen abgeleitet. Die Projektlaufzeit endet im Frühjahr 2026. 

Mehr zum Thema auf nutztierhaltung.de

nutztierhaltung.de: BUNTH-Projekte tierartübergreifend - SHIP-Next Modul One Health

Hintergrund

Das Bundesprogramm Nutztierhaltung ist ein Förderprogramm des Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Ziel ist die konsequente Weiterentwicklung der Haltungsbedingungen zur Verbesserung des Tierwohls und der Reduktion negativer Umweltauswirkungen. 

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